30. Juni 2022 Barbara Altrogge & Georg Schulze-Hilbert

Barbara Altrogge & Georg Schulze-Hilbert

„Unsere Produkte sind ohne Farb- und Konservierungsstoffe mit Zutaten aus der Region in Handarbeit hergestellt.“

  • Konditormeisterin Barbara Altrogge leitet Bäckerei Prünte mit 20 Mitarbeitenden
  • Pumpernickel seit 1929 fest im Sortiment der Bäckerei in Münster
  • Spezialität mit tiefbrauner Farbe und typischem, leicht süßen Geschmack

Was im westfälischen Pumpernickel steckt, erzählt Barbara Altrogge ihrer Kundschaft gern. „Unser Pumpernickel ist ein Vollkornbrot aus Roggenschrot, das nach der ursprünglichen Rezeptur über mehrere Stunden in heißem Wasser quillt“, erklärt sie. In einer geschlossenen Form wird es dann bei 110 Grad 18 Stunden lang eher gedämpft als gebacken. „Dabei karamellisiert die im Getreide enthaltene Stärke und gibt dem Pumpernickel seine tiefbraune Farbe und den typischen, leicht süßen Geruch und Geschmack“, so die Bäckerin.

Die Brotspezialität ist seit 1929 fest im Sortiment der Bäckerei Prünte in Münster. Damals gründeten Bäckermeister Kaspar Prünte und seine Frau den Betrieb. Über das Münsterland hinaus ist die westfälische Spezialität heute als „Prüntes Pumpernickel“ bestens bekannt. Auch nach Übersee wird exportiert. 1998 hat schließlich Konditormeisterin Barbara Altrogge die Bäckerei mit heute zwanzig Mitarbeitenden in dritter Generation übernommen.

Auf die Schnelle lässt sich also kein original Pumpernickel herstellen. Das ist wohl auch die Erklärung dafür, dass nur wenige Bäckereien die westfälische Spezialität auf den Markt bringen. Was auch kaum einer weiß: In den frischen Teig kommen die Endstücke der Pumpernickel vom Vortag als Ersatz für Sauerteig. Ein perfekter Kreislauf, für den es aber viel Zeit und Herzblut braucht.

 

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